07.04.2008

Strand vor der Tür

Nein, mit der Politik hier habe ich mich noch nicht beschäftigt - ist ja schließlich Urlaub. Ich habe mich statt dessen auf's Essen, Einkaufen und Entspannen konzentriert und dabei festgestellt, dass Singapur wie viele andere Orte auf der Welt ist.
Der Mangel an Natur ist wohl das typische Problem aller Großstädte. Es gibt kaum einen Ort zum Entspannen an dem man vergessen kann, dass man sich in einer Stadt befindet. Aber dafür aus der Stadt rausfahren? Wer hat dafür schon Zeit? Also bastelt man sich einfach etwas. Einen Park, oder einen Strand. Zum Beispiel an der Elbe, oder an der Spree - ein Fluss ist ja fast so toll wie das Meer. Was macht man aber, wenn man auf einer Insel wohnt und die keinen Strand hat? Na ja, man bastelt sich halt auch einen, oder am besten gleich eine ganze Insel.
Praktischer Weise hat Singapur gleich mehrere Inseln vor der Tür und so wurde Sentosa (malayisch für Frieden und Ruhe) kurzerhand zur Urlaubsinsel gekürt. Dummerweise gab es auch auf Sentosa keinen Strand. Dafür aber mehr als genug in Indonesien und das ist ja gleich um die Ecke. Also wurde kurzerhand der feinste Sand Importiert und jetzt kann man sich auf Sentosa sonnen. Wer Övelgönne mag, wird Sentosa lieben. Mehr Strand, deutlich sauberer und viel mehr Schiffe zum gucken. Leider machen die sich auch in Form von dreckigen Schlieren im Wasser bemerkbar (Schwimmen kann man, sollte man aber nicht). Natürlich darf man da weder grillen noch feuer machen - wir sind hier ja schließlich nicht in Deutschland. Dafür ist es aber das ganze Jahr über 30 Grad.

Den sensationsgeilen Asiaten war das errichten einer Urlaubsinsel vor der Insel auf der sie wohnen allerdings nicht genug. Ein Highlight musste her. Und da hat man dann unglaublich tief in die Kiste gegriffen. Direkt vor Sentosa liegt eine kleine Insel - quasi Düne - auf die eine kleine Brücke führt. Das ist dann der südlichste Punkt des asiatischen Kontinents. Wie? Ganz einfach: Singapur ist mit einer Brücke mit Malaysia verbunden, Sentosa mit Singapur und die kleine Insel mit Sentosa. Also ist es der südlichste Punkt des asiatischen Festlands. So schlau sind die Singapuraner. Das hat auch den Vorteil, dass die verhassten Malayen jetzt nicht mehr behaupten können, sie hätten den südlichstens Punkt Asiens in ihrem Land.

1 Kommentar:

Burnout Seb hat gesagt…

Vorsicht mit dem Kiffen! Da ist ganz schnell die Hand ab oder die Freiheit weg da unten!!!b Das ist in Övelgönne auch anders. Viel Spaß im Urlaub.