11.03.2008

Spaß trotz Gesang

Wer das Vergnügen hat in der Nähe der eines Musical-Theaters zu wohnen, wird sie kennen. Sie kommen von überall her, mit Bussen, der S-Bahn und Autos. Die schick aufgemotzten Besucher von Mama Mia, Dirty Dancing, König der Löwen und anderen Musicals. Menschen aus allen Teilen der Republik, die es als ein Lebenshighlight ansehen, sich eine Form der Kunst reinzufahren, die als Kunst zu bezeichnen schon frech ist. Ich nenne es deswegen einfach mal Unterhaltung. Manchmal frage ich mich, ob nicht ganz Deutschland diese Musicals bereits gesehen haben müsste. Ich selbst hatte auch schon das Vergnügen und damit auch die Gelegenheit meine anfängliche Skepsis in eine ausgewachsene Abneigung gedeihen zu lassen.
Deswegen sagte ich meiner Freundin auch gleich zu Beginn unserer Beziehung, dass sie mich in kein Musical schleppen wird. Leider sah sie das eher als einen Ansporn dazu es doch zu tun. Ich ließ mich also überreden, allerdings nur, weil dieses von den besten Humoristen Großbritanniens der 70er und 80er Jahre gemacht wurde. Und so saß ich dann da, auf dem Balkon des mehrere Stockwerke hohen Theaters und blickte in die Tiefe um mir Monty Python's Spamalot anzuschauen. Basierend auf dem Film Die Ritter der Kokosnuss war das in der Tat viel lustiger, als ich mir vorgestellt habe. Sogar die Szene mit dem schwarzen Ritter haben sie eingebaut. Und natürlich die Begegnung mit den rüden Franzosen. Das Killer Kanninchen war auch dabei und die Anzahl an leicht bekleideten Frauen erinnerte etwas an einer Variety Show aus Las Vegas. Wahnsinn, anders kann man das nicht beschreiben. Einige Gags über Musicals waren auch dabei. Der Höhepunkt war wohl das Outing von Sir Lancelot,, das musikalisch und tänzerisch untermalt war. Das der Gute unter seiner Rüstung schrägere Klamotten trug als John Travolta in Perfect kam doch sehr überraschend. Was soll man da noch sagen. Vielleicht "I fart in your general direction."

1 Kommentar:

Sebastian hat gesagt…

Ich kann auch nur jedem Mandy, das Wusical empfehlen!