08.01.2008

Aufmerksamkeitsdefizit

Was ist denn da los? Fragen sich viele. Eine Eisbärenmutter im Nürnberger Zoo hat ihre Babys aufgefressen. Diese Tiere sind so grausam, die sollten wir mit den Ausländern zusammen ausweisen oder am besten gleich ausrotten. Letzteres übernimmt der Klimawandel eventuell für uns. Oder eben die Bären selbst.
Allerdings gibt es auch alternative Überlegungen, warum die Mutter das getan haben könnte. So wäre es zum Beispiel möglich, dass die Mutter aus Frust über den ausgebliebenen Medienrummel ihre Kinder gefressen Hat. Quasi um diese posthum berühmt zu machen. Oder selbst berühmt zu werden. Man weiß es nicht. Wenn man sich allerdings anschaut (z.B. über Zeit Videos), wie verstört (von den vielen Menschen, Blitzlichtern und Kameras) das Tier in seinem Gehäge rumläuft, kommen einem doch Zweifel.

07.01.2008

Für immer missbraucht

von Bernd König-Weissenberger


Haben Sie sich schon mal zu einer bestimmten Musik verliebt? Zu harter Gitarrenarbeit pubertiert oder Teller geschmissen? Denken Sie manchmal an den Soundtrack eines ganzen Sommers zurück der einen selber und Freunde begleitet hat. Ich schon, denn Musik begleitet mich schon mein ganzes Leben lang. Ich kann nicht sagen warum und will es auch nicht wissenschaftlich erläutert bekommen was diese süßen Töne, rauhen Klänge von Air bis Zappa mit mir anstellen. Ich genieße dumm und glücklich.

Ja, Genuss! Musik ist ein Genuss. Deswegen möchte ich auch nicht von Radiomoderatoren gestört, durch schlechte Coversongs genervt oder Musik für Gehörlose hören (z.B. Eurotrash, Ethno- bzw. Weltmusik oder Klingeltonhits). Aber am schlimmsten ist es, ja am schlimmsten, wenn ich durch Zufall mitbekomme wie irgendwelche Werbepenner meine geliebte oder wenigstens gute Musik für Claims, Soundbrands, Spots, Testimonial Approaches und was auch immer ausnutzen um durch Wiedererkennung einen Schokoriegel, oder Waschmittel in die Verbraucherköpfe gleiten zu lassen.

Wollt ihr den totalen Sound? Schon der Reichspropagandamister Joseph Goebbels (ein früher Werbepapst, der mit seinen Bildern lange vor Oliviero Toscani so richtig schockte) sagte 1933 "Das ist das Geheimnis der Propaganda: den, den die Propaganda fassen will, ganz mit den Ideen der Propaganda zu durchtränken, ohne dass er überhaupt merkt, dass er durchtränkt wird." Und das ist der Kern der noch heute in der Idee steckt. Wenn zum Beispiel aus Linda Ronstadts "It`s so easy (to fall in love)" It's so easy with "alltours" wird, frage ich mich echt was diese Werber geritten hat. Auf immer und ewig vervollständigt sich jetzt der Werberefrain in meinem Kopf wenn ich das Original höre. War es das, was sie wollten? Aber ich buche deswegen jetzt keinen Urlaub, ich weigere mich sogar weiter herauszufinden was der beworbene Werbekunde macht. Ich will die nicht kennen. Warum? Weil ich mich nicht goebbelsmäßig überrumpeln lassen will. Bei mir löst der Werbeclou, der wohl gang und gäbe ist (dazu später mehr) eine Abwehrhaltung aus. So ganz automatisch wie der Song ins Ohr rein ist, zack Antipartie raus. Jedes andere Medium lässt es zu wegzusehen, umzublättern, zu reagieren. Aber, man ahnt ja nichts Schlimmes und ganz schnell bahnt sich ein neuer schleimiger Werbe-Ohrwurm durch das Gehirn. Das ist so unfair wie Waterbording!

Aber es gab ja auch andere Zeiten. Soweit ich mich erinnere hat damals Levi`s Jeans viele Sympathien (und vermutlich auch Käufer) auf ihre Seite gezogen. Sie waren total "up to date" und wählten die richtige Musik, ob alt oder neu, zu ihren relativ aufwändigen Werbespots aus. Was sogar zu ganzen Musik-Samplern und der Assoziation führte, dass blaue Hosen und Musik direkt in einem Zusammenhang stehen. War nicht weiter schlimm damals. Außer, dass ich bis heute "One-Hit-Wonder" Babylon Zoo hasse und außerdem doch lieber andere Songs von Steve Miller als "The Joker" höre. Ach, ja und Levi`s saßen bei mir damals schon so tight, dass eine 501 nie in Frage kam. Das zum Theme Werbewirksamkeit in meinem Fall.

Nun, heute sieht die Sache aber etwas anders aus. Statt den 5 Mio. Dollar Clip mit Originalsongs von großen Künstlern zu versüßen, scheinen heute die ständig klammen, nach ADAC Nägeln gaffenden Werber zu sparen wo sie können. Im Fall von Linda Ronstadt kann es ja sogar noch einiges gekostet haben aus der eigentlich "ganz süßen" Zuckernummer einen knallharten "Goebbels glide" gemacht zu haben. Aber da fallen mir in der letzten Zeit immer wieder Stücke auf, die nur ein paar Noten vom Original entfernt, so ähnlich klingen wie etwas das man kennt. Oder das nur Werber kennen können. Diese umgarnen ja bekanntlich Jugendkultur, sind hip und trendy, lesen Spex und Intro und leben in einer massenmarktfernen Welt der höchsten intellektuellen Genüsse. Sind sich keiner Schuld bewusst. Und eben daher kennen Sie auch die Songs die tagein tagaus verstümmelt in meinem Kopf landen sollen. Zum Beispiel noch unbearbeitet lief mal für t-online ein Strokes Song in der Werbung (Die Jungs haben wahrscheinlich sogar Geld gesehen), Nivea hat sich Bei Air – All I need bedient.

Aber richtig schlimm ist es im Fall von Mars Delight. Da erkennt man während sich die Schokolade eimerweise auf eine Keksmasse ergiesst die Fragmente von Portisheads "only you". Der Super-Gau. Hier und da ein paar Noten vertauscht, aber im großen und ganzen ist es der Song geblieben. Und ich vermute dass es sogar rechtlich hinfällig ist, da, nach Noten beurteilt, der Song zu stark verändert wurde. Hätte oder hat die Band zugestimmt? Ich glaube nicht. Ein weiterer Fall: Supergrass. Auch eine Band mit der ich sehr wohl einen ganzen Sommer verbinde. Ich denke an Jugend, Freunde und Freiheit. Aber jetzt denke ich auch an diese enthemmte Frau, die in der Werbung zu einer modifizierten Version von "alright" tanzt und für Kinderriegel ihr wahnsinniges Grinsen hergibt. Hier wurde statt "we were young, we were free" einfach we were young AND so free" gesungen und um ein paar Töne verschoben komponiert und fertig war das 1A rip-off. Ob das der Band gefällt?

Dabei fällt mir ein, dass Dennis Lyxzén, selbsternannter schwedischer Kommunist und Sänger der International Noise Conspiracy, in einem Interview zur Auflösung seiner genialen Band Refused sagte, dass dem Quintett der Todesstoss und damit das endgültige Aus verpasst wurde, als Sie ihren Song "New Noise" im amerikanischen Werbefernsehen ohne eigene Zustimmung hören mussten. Ein Rechtsstreit wäre in seinen Augen aus Kostengründen zu aufwändig und aussichtslos gewesen.

Und so hat wohl auch er als klügerer nachgegeben und macht auf seine Weise auch Werbung. Nämlich für den schwedischen Kommunismus. Nur dass er wohl weiß, dass die meisten Leute nicht wegen seiner Propaganda zu den Konzerten kommen. Sondern wegen der Musik. Und das ist okay für ihn. Ich bin gern da und genieße dumm und glücklich.

Revolution

Noch vor einigen Jahren waren es Microsoft und Bill Gates. Der gemeine Tyrann wollte uns beherrschen, ausnehmen und ausspionieren. Seine Macht schien für immer gefestigt. Und er herrschte über die gesamte Welt. Fast. Eine Garage (oder ein Zimmer - wer weiß das schon) in Stanford hatte er übersehen. Dort wurde geboren, was eigentlich zuerst nur eine gute Suchmaschine werden sollte: Google.


Den weiteren Verlauf der Geschichte kennt man ja (oder liest ihn hier nach). Google wurde immer mächtiger, während Microsoft zum schlafenden Riesen mutierte. Bill Gates gründete eine Stiftung und erklärte, ihr sein Vermögen nahezu vollständig zu hinterlassen (seine Kinder bekommen nur jeweils USD 10 Mi0.). Microsoft ist zwar weiterhin eines der 10 wertvollsten Unternehmen der Welt, taugt aber nicht mehr als Bösewicht. Deswegen haben sich alle, und vor allem die Spinner und Verschwörungstheoretiker, auf Google gestürzt (siehe hier, hier oder hier). Und in einem sind sie sich alle einig: Google ist zu mächtig, kontrolliert uns, indem es uns zugängliche Informationen filtert, unsere Emails scannt, unsere privatestens Informationen sammelt und angeblich sogar mit den US-Behörden zusammen arbeitet.

Doch damit ist jetzt Schluss. Denn heute beginnt der Untergang von Google. Heute startet Jimmy Wales, der Gründer von Wikipedia seine kommerzielle Suchmaschine Wikia Search. Der Mann wird die Internetsuche transparent machen, Google stürzen und uns alle glücklich machen. Einige Investoren haben sich auch schon gefunden und so kann es losgehen. Der König ist tot - es lebe der König!

Sehenswert
Wer hat Angst vor Google

06.01.2008

Eine geht aber noch

Es ist wohl das Thema schlechthin: das Rauchverbot. Auch wenn es in einigen Bundesländern schon seit Monaten gilt, ist es auch dort Gesprächsthema. Kneipiers ziehen vor das Bundesverfassungsgericht, Gäste bleiben zu Hause. Die Republik spielt verrückt. Nun wird der ein oder andere in der CDU sicherlich behaupten, die Gäste blieben nicht wegen des Rauchverbots aus, sondern wegen der kriminellen Ausländer lieber zu Hause, aber die darf man im Wahlkampf nicht so ernst nehmen.

Was ist denn jetzt wirklich los auf der Straße? Auf der Straße ist alles ok, da darf man ja noch rauchen. Aber in den Kneipen eben nicht. Halt, eben hier liegt ja der Fehler. Denn es gibt kein deutsches Gesetz ohne Ausnahmeregelung. Also darf man in Kneipen mit abgetrenntem Raucherzimmer weiterhin rauchen. Wozu ein einfaches Gesetz, das ein generelles Verbot ausspricht? Wo kämen wir denn da hin?

Das mit den Raucherzimmern finden die Eckkneipen-Besitzer aber doof. Denn ihre Umsätze gehen jetzt natürlich nach unten. Die der anderen gehen aber nicht wirklich nach oben. Wo ist das Problem? Der Deutsche an sich geht eben nicht in die Kneipe wegen der Gesellschaft, sondern weil er da in Ruhe zichten kann. Kann er das nicht, dann kann er auch zu Hause bleiben. Das ganze erinnert natürlich irgendwie an die 10 Euro Praxisgebühr. Da sind die Rentner auch erst mal nicht zum Arzt. Nach ein paar Monaten mussten sie dann aber doch mit jemandem reden und der einzige der nicht nein sagen konnte war der Arzt. Oder, wie gestern jemand im Bus meinte: "Das ist wie bei dem Euro. Damals meinten auch alle 'Soll ich jetzt gib mir mal nen Euro sagen'? Das war der Brecher auf allen Parties und dann ging das alles doch ganz schnell." Na hoffentlich hat er Recht.


Zum Thema
Kosten des Rauchens
Leichte Kost: Rauchverbote retten Leben
Reemtsmas Beitrag: Toleranz für Raucher
pro-rauche.de

05.01.2008

Auch ohne Feuilleton

Es scheint Künstler zu geben, die der Feuilleton, zwar gerne mögen würde, es aber nicht kann. Irgendwie wissen die Herrn Intellektuellen einfach nicht mit Ihnen umzugehen. Eines dieser eventuellen Genies ist Wes Anderson.
Bereits bei seinem zweiten Film Rushmore (1998) schwärmte die Zeit für diese Ausnahmeerscheinung. So richtig erfassen konnte ihn Jürgen von Rutenberg in seinem Artikel für die Zeit aber nicht. Vielleicht doch, leider denkt man beim Lesen des Artikels aber manchmal, ein verliebtes Mädchen berichtet von ihrem Schwarm. Zugegeben, die Geschichte über den 15Jaehrigen Max Fisher ist sehr phantasievoll und irgendwie lächerlich, aber einfach genial.
Er besucht die 10. Klasse der Rushmore Academy und ist der schlechteste Schüler der Schule. Dafür engagiert er sich aber anders: unter seiner Anleitung finden die Arbeitsgruppen Schach, Deutsch, Französisch, Astronomie, Kaligrafie, Völkerball, Tontaubenschießen, Fechten, Bienenzüchten und der Debattierclub statt. Mit dem Schultheater, auch genannt The Max Fischer Players, adaptiert Fischer coole Kinoklassiker wie Apocalypse Now und Serpico. Daneben ist er noch Herausgeber und Chefredakteur der Schulzeitschrift Yankee Review.
Mit dem zweiten Film, Die Royal Tenenbaums (2001), waren dann viele überfordert. Der Spiegel beschimpfte Anderson sogar als Nervensäge und wunderte sich, warum er für seine Filme Schauspieler wie Gene Hackman, Gwyneth Paltrow, Ben Stiller oder Bill Murrey gewinnen kann.
Dabei ist die Geschichte der Familie Tenenbaum einfach genial. Vater Royal ist ein totales Arschloch, macht alle fertig und haut dann ab. 20 Jahre später kommt er zurück und sagt er müsse bald sterben. Alle drei Kinder sind wieder bei der Mutter eingezogen und haben einen an der Marmel. Die Charaktere sind alle gut durchdacht und die Frage, ob man sich in seine Adoptivschwester verlieben darf, hätte schon viel früher cineastisch behandelt werden sollen.
Als 2004 der Film die die Tiefseetaucher in die Kinos kam, hatten die beiden Vorgänger bereits Kultstatus erworben - auch ohne Feuilleton. Der lobte jetzt den Film (und den Regisseur) in den Himmel. Bill Murrey macht sich, als Ozeanograf Steve Zissou, auf die Suche nach einem Jaguar-Hai, der seinen Partner getötet hat.

Nun ist Darjeeling Limited in den Kinos und die Presse nimmt einen neuen Anlauf, Anderson zu verstehen. Die Netzeitung zweifelt daran, ob das überhaupt jemand kann. Welt Online lobt den Film und Spiegel Online umschwärmt den Mann, so dass einem schlecht wird.
Allerdings ist der Film in nahezu jeder Hinsicht eine Meisterleistung: Drei Brüder, die sich eigentlich nicht leiden können machen eine spirituelle Reise durch Indien. Die Charaktere sind ausgereifter denn je, die Kameraführung macht einfach Spaß und der Soundtrack ist genial. Und zugegeben: Wer es sich leisten kann, Bill Murrey für eine einzige Szene ohne Dialog nach Indien fliegen zu lassen hat es geschafft. Warum die großen Kinos, zumindest in Hamburg, den Film bisher nicht spielen ist mir ein Rätsel. Aber an OmU hat man eh mehr Spaß.


04.01.2008

More than endorsement

Chuck Norris is not only an oustanding hero in the US, but everywhere else in the world. His words are taken more seriously than any law or the bible. So it's no wonder that even here in old Europe a man who almost no one knew is becoming a big popstar soon.
After winning the republican caucuses in the wonderful state of Iowa, Mike Huckabee has been broadcasted to a number countries all over the word. Most importantly: The person behind him who had the biggest smile on his face was Chuck Norris! So Huckabee may be the most conservative of all candidates but at least he's got the best campaign.


Rauchend oben ohne

Auch wenn gedankenpingpong nicht den Anschein erwecken soll, es diene nur als Vorwand um nach sexuellem im Netz zu surfen und trotzdem nicht als pervers zu gelten. Dieses Thema musste ich einfach aufgreifen.

Eigentlich hätte man gedacht, dass nach den 70ern und dem Fall der Mauer das Thema FKK eigentlich keine Kontroverse mehr wäre. Die sexuelle Revolution ist vollbracht und mit dem Ende der DDR hat die freie Körperkultur als Alternative zur politischen Freiheit ausgedient. Doch der Kampf geht weiter.

In Schweden wollen Frauen jetzt Gleichberechtigung und deswegen wie Männer auch in öffentlichen Badeanstalten oben ohne baden dürfen. Bara Bröst heißt die Bewegung, die der Frau zu weniger Badekleidung verhelfen will. Die weibliche Brust sei übersexualisiert und das sei irgendwie doof. Nun ja, sei's wie es ist.
Tatsache ist allerdings, dass man nicht jede Brust unbedingt nackt sehen möchte, gar nicht aus sexuellen, sondern eher aus ästhetischen Gründen. Und genau wie bei den Rauchern, die einsehen müssen, dass sie anderen nicht einfach den Rauch in die Nase pusten können, sollten die Damen nicht verlangen anderen ihre (leeren) Milchbeutel ins Gesicht zu strecken. "Wen es stört, der braucht da ja nicht hinzugehen", ist auch hier kein Argument. Denn genauso wie Angestellte in Bars sich das nicht unbedingt aussuchen können, können aus auch nicht die schwedischen Bademeister. Und die sind irgendwie dagegen.

03.01.2008

Freier Sex für alle

Bist du hässlich und unfreundlich oder genau das Gegenteil und trotzdem seit Langem einsam und geil? Dieses Problem, das viele Menschen heutzutage haben und das mit dem Mangel weiblicher Kinder in Indien und China noch zunehmen wird, ist schon bald gar keins mehr. Zumindest wenn man David Levy glauben kann. Der Schach-Meister und Experte in Sachen künstlicher Intelligenz, hat ein Buch geschrieben, in dem er erklärt, warum Menschen in ungefährt 40 Jahren nicht nur Sex mit Robotern haben werden, sondern diese dann auch heiraten können.

Glaubst'e nicht? Kein Problem, das können wir ändern. Denkt nur mal an Andy, die Sexpuppe von First Androids oder all den anderen robotischen Sex-Kram. Einfach etwas künstliche Intelligenz dazu und fertig ist die Haube. Immer noch nicht überzeugt, dann lies diesen Artikel hier. Und empfinden nicht schon heute viele von uns mehr Zuneigung zu ihren Ipods und Computern als zu anderen Menschen?
Was bringt das Jahr 2050 also noch? Eine Welt, in der jede Frau einen echten und verständnisvollen Gentleman mit Sixpack zu Hause sitzen hat? Und jeder Mann eine Heidi Klum, mit Tim Mälzers Kochkünsten?
Eigentlich gar nicht so schlecht, zumindest wenn man noch andere Implikationen berücksichtigt. Wer greift in solch einer Welt einen Renter am Bahnhof an, wenn es sich um einen Superroboter handeln könnte? Ich hoffe nur, dass Populist Koch schon früher abgewählt wird.

Internet-Demokratie at it's best

Bis zum Ende des Monats könnt ihr noch über das Layout abstimmen.
Für alle, die das alte Layout vergessen haben, anbei eine Gedächtnisstütze. Also voten, was das Zeug hält.

02.01.2008

Irrtum zu deinen Gunsten?

Da ist die Einkaufsraserei zu Weihnachten gerade erst vorbei und schon wird wieder versucht uns zum Shoppen zu animieren. Die vermeindlichen Konkurrenten Media Markt und Saturn geben wie immer alles und drücken die Preise so weit runter, dass der Vorstand der Muttergesellschaft Metro seit Tagen heult.

Allerdings hat Media Markt es auch im vierten Jahr nicht verstanden wie die Mehrwertsteuer funktioniert. Wenn der Elektronik(schrott)-Händler also behauptet, es gäbe Dinge ohne Mehrwertsteuer zu kaufen und deswegen seien diese 19 Prozent billiger, dann ist da etwas falsch. Entweder halten die Verantwortlichen ihre Kunden trotz anderer Bekundungen ("Ich bin doch nicht blöd") für bescheuert, oder sind selbst etwas verwirrt.
Die Mehrwertsteuer wird auf den Nettopreis gerechnet. Das bedeutet, dass bei 19 Prozent Mehrwertsteuer auf den Nettopreis die Preissenkung eigentlich 19/119, also ca. 16 Prozent betragen sollte. Na das soll uns ja nicht stören, wenn die sich zu unseren Gunsten vertan haben. Nee, soll es eigentlicht nicht. Nur dumm, wenn wie 2005 die Preise einfach vorher angehoben wurden und wir dann doch irgendwie, trotz werblicher Vorwarnung ("Lasst euch nicht verarschen"), veräppelt werden.